einfachpetra

Gedichte, Geschichten, Lustiges und Tiefsinniges, eben einfach Petra :-)

Die Schwelle

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Die Schwelle

Aus so viel Leid bist du gestorben, die alte Haut war viel zu schwer. In deinem Herzen, das so kämpfte, wurde es langsam kalt und leer. Neu aus dir selbst heraus geboren, ging weiter doch dein Lebenstanz, wild, ungezähmt und schmerzend auf glühenden Messern des Widerstands. Zerrissene Haut, blutende Füße, verloren auf Hitze und Glut. Dennoch in deinem Herzen, ein Fingerhut voll Mut.

Dann endlich kommt sie dir entgegen: Die Schwelle, die da führt zu dir. Bewusstsein möchte dich bewegen. Geklärt und frisch in eine neue Dimension. Spürst du es schon?

Besorgt jedoch schaust du zurück zu ihm, der einst das Herz dir brach. Dein ewiger Gefährte. Unsicher fragst du dich: Folgt er mir nach? Weit entfernt so steht er da. Sein Blick auf einen anderen Weg und gleichzeitig so nah. Tief verankert im hellen Seelenkern, im Licht. Und doch, ein leiser Schmerz bekommt Gewicht. Süß säuselnd rät der Schmerz es dir, ihn mitzunehmen, fort von hier. Aber du weißt: Alleine muss den Schritt er gehen, in seiner Zeit wird es von selbst geschehen. Seinem Herzschlag wird er folgen

Zweifel und Erinnerung, wie ihr euch einst verloren, in grauen Schattenwelten so weit entfernt geboren. Schmerzensschreie hallen durch die dunkle Nacht. Nie wieder! schreit der Schmerz, der nun erneut erwacht.

Und dann Erinnerung, so süß, doch ebenso verloren. Verloren habt ihr euch wohl in dem Licht des andern, so trügerisch und nah, denn es war keine Freiheit da. Und dieses Mal, da brach der Schmerz ganz still und unbemerkt das Herz. In diesem Sterben so viel Liebe. Und aus der Liebe neu geboren, alleine jeder nun für sich. Endlich, so viele neue Wege, sie durften öffnen sich.

Jetzt stehst du also an der Schwelle, ein Sog, ganz warmes, weiches Licht. Weit weg jedoch steht dein Gefährte, so ganz und gar allein für sich. Er sieht dich und er sieht dich nicht. Sieht nicht die Hand, die du ihm reichst, denn Fremdes fesselt seinen Blick…

Doch diesmal wirst allein du gehen, neu, mutig, voller Kraft und den Gefährten kannst du ewig mit deinem Herzen sehen. Gebrochen all der Widerstand. Vor dir ein neues, freies Land. Du gibst dich hin, vertraust dem Licht, in dir dehnt aus sich neue, weite Sicht.

Die Schwelle ruft: Nur noch ein Schritt und du bist frei. Was einst euch trennte ist vorbei. Geh aus der Zeit, geh von ihm fort, die Liebe kennt kein Hier und Dort. Aus deiner Freiheit, du wirst sehen, kann auch für ihn so viel geschehen. Lass los, vertraue, geh den Schritt, und nimm sein Bild in deinem Herzen mit.

© Petra Möller

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