einfachpetra

Gedichte, Geschichten, Lustiges und Tiefsinniges, eben einfach Petra :-)

Das männliche und weibliche Prinzip – Vereinigung statt Kampf

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Wenn ich die Zeichen der neuen Zeit betrachte, so erkenne ich vor allem die Dynamik einer Veränderung, die sich im Sinne einer anderen als bisher üblichen Angleichung des männlichen und weiblichen Prinzips zeigt. Durch eine neue Form von Selbst- Bewusstsein in beiden Polen.

Das weibliche Prinzip zeigt sich nun wieder stärker in einer neuen Position von Hingabe und Sanftmut, jedoch werden diese belebt durch den starken Willen und die Entschlusskraft für sich selbst, die daher natürlich dieser eher männlichen Energie bedürfen, welche aber um der Evolution willen notwendig ist. Ein Zusammenwirken beider Pole ist daher absolut notwendig um wahre Erlösung zu finden. Hingabe und Sanftmut sind längst nicht mehr passiv, es bedarf einer inneren Entscheidung, einem Entschluss, sich dem mutig zu öffnen, ohne an Kraft oder Energie zu verlieren oder noch anders, ohne sich selbst zu verlieren, außer vielleicht im Zeichen des Erwachens an Gott. Niemals aber an eine andere verkörperte Form. Zentriert in sich und dennoch stetig fließend, allerdings nicht zerfließend in allem sein, was der Dienst für die Seelen in männlichen und weiblichen Körpern fordert.

Hingabe an Gott und die Schöpfung, in Form einer sich selbst bewussten Weiblichkeit, die alle Attribute des Weiblichen lebt, die gleichermaßen der Welt ihre Stärke und den zu zollenden Respekt einhaucht und sich offen zeigt. Sanftmut ist das Attribut einer friedvollen Lebensart, die aber keineswegs passiv oder destruktiv ist.

Frauen sind dazu aufgerufen, nun aus der scheinbaren Gleichberechtigung in ihre wahre Weiblichkeit zu wachsen. Die Revolution der Gleichberechtigung war segensreich und notwendig, aber nun geht es darum, den nächsten Schritt der Evolution zu gehen. Raus aus dem Kampf! Denn die scheinbare Gleichberechtigung war nur eine Möglichkeit, eine sehr wichtige, dem Patriarchat die Stirn zu bieten und aufzustehen. Das Ergebnis ist dennoch eine falsch verstandene Weiblichkeit gewesen. Frauen wurden zu Männern, es wurde selbst unter Frauen das hoch gepriesen, was eigentlich den Männern zugeschrieben wurde. Das war kindlicher Trotz und natürlich war er notwendig um sich aus den Fesseln des Patriarchats zu befreien. Die Weiblichkeit wurde allerdings weiterhin unterdrückt und falsch interpretiert.

Nun ist die Verwirrung groß. Sollen Frauen wieder zurück in ihre alten abhängigen Rollen? Niemals! Sollen Frauen weiterhin im Kampf gegen die Männerwelt ihren Mann stehen? In Firmen, Konzernen, in der Politik oder gar innerhalb der eigenen Familie unter Beweispflicht stehen, im Leistungsprinzip und genauso agieren wie es Männer tun? Müssen sie weiterhin täglich beweisen, dass sie das, was Männer können, genauso gut beherrschen? Als Kopien von Männern? Als Papageien? Niemals! Das ist nur eine Trotzreaktion, die erwachsen werden darf und reif für das Wahre, Echte!

Es wird Zeit für Versöhnung. Zeit, die Rache, die dummen gegenseitigen Geschlechter- Witze, ja, die Dummheit an sich durch Bewusstmachung zu beenden. Wie soll Frieden in der Welt herrschen, wenn sich sowohl Frauen wie auch Männer immer ungerecht behandelt, missbraucht und durch gegenseitige Intrigen und Spielchen manipuliert fühlen? Das führt zu Reaktionen statt Besonnenheit. Kontrolle und Zwietracht statt Liebe. Und wie soll Frieden herrschen, wenn Frauen ihre Jahrtausende andauernde Unterdrückung und den Schmerz ins Außen projizieren und nun, nach der Befreiung aus dem Joch, die große Rachegöttin spielen, in der Familie oder im Beruf? Wie soll Frieden einziehen, wenn Männer noch immer versuchen, ihre Frauen oder die Kolleginnen klein zu machen, indem sie ihre Emotionalität oder ihre Intuition als Dummheit oder Naivität abwerten und verspotten? Wie ist es möglich, den Ekel des sexuellen Missbrauchs zu überwinden, den aktiven durch Gewalt und auch genauso den passiven durch Manipulation? Wie erfüllt ist ein Leben, das aus gegenseitigen Notwehrreaktionen, altem Schmerz, Schuldzuweisungen und ständigem Kampf gegen andere und sich selbst besteht?

Vergebung und Liebe sind also mehr denn je notwendig um diese manipulativen, falschen Strukturen zu durchbrechen. Wie soll denn wahre Liebe zwischen Mann und Frau stattfinden und gelebt werden? Liebe, die vertraut und die tiefen Respekt hat, sich verneigt vor ihrer polaren Ergänzung. Überall nur Verletzte, Opfer, Gedemütigte, Manipulierte und Verlierer. Auf beiden Seiten Kriegsversehrte. Wenn Männer, wie Frauen das sein dürften was sie wirklich sind, wenn aufgehört wird sich lustig zu machen, noch mehr Klischees zu entfachen…  erst dann kann vertrauensvoll ein Feld der Liebe und Achtung entstehen. Die Rache ist es, über Jahrtausende genährt und geschürt, die dies immer noch verhindert.

Frauen werden niemals Männer sein und Männer niemals Frauen. Und dennoch tragen beide Geschlechter männliche und weibliche Attribute in sich, die dazu beitragen, ja sogar animieren, sie im Innersten zu vereinen, die Einheit, die heilige Hochzeit im Inneren zu vollziehen und dann im Außen keinen Krieg mehr zu führen. Wenn jeder die Potentiale anerkennt und als Stärken sieht, statt als zu bespöttelnde Schwächen, was wäre das für ein Segen.

Hunderte von „Experten“ beraten heutzutage Männer und Frauen, wie sie sein sollen oder nicht, wie sie taktisch kalten Krieg im Ehebett führen. Und auch diese Experten polarisieren nur und erschaffen neue Kriege. Niemand würde jemals auf die Idee kommen, die Sonne und den Mond verändern zu wollen, niemand will aus der Sonne den Mond und aus dem Mond die Sonne machen. Beide sind an ihrem richtigen Platz, dienen mit ihrer ureigenen Kraft, sind getrennt und bedingen sich, aber ohne dass einer sich minderwertig, abhängig oder ungerecht behandelt fühlt. Wann erkennen Männer und Frauen, dass sie so wie sie sind, richtig sind? Wann nehmen sie endlich selbstbewusst ihre wahren Plätze ein? Wann erkennen sie, dass sie sich einander ergänzen? Dass sie sich zusammenfinden können im Vertrauen des Einen, der sie erschaffen hat, gleichermaßen gleich gültig und gleich wertig.

Schluss mit der Vergangenheit, es ist JETZT eine neue Zeit. Eine Zeit der unendlichen Möglichkeiten. Zum Wachstum eines jeden einzelnen und zum Zusammenwachsen der Menschen in die Einheit. Das Erkennen, dass wir Hälften sind und doch gleichzeitig das große Ganze, dass wir uns vereinen können ohne dass eins sich verliert. Dazu braucht es Vertrauen in die eigene Kraft und Stärke. Individualisierung, Unabhängigkeit? Ja, aber mit dem Ziel eines Tages wieder in die Einheit zu verschmelzen mit dem anderen Teil, seinen/ihren Potentialen, die gleichermaßen anerkannt und geliebt werden wie das eigene.

Die kindischen Spiele gegeneinander, die Konkurrenz, das Beweisen und Recht haben wollen, das besser sein wollen als der andere, das geliebt werden wollen um jeden Preis, das Leistungsprinzip, die Ohnmacht, die Hilflosigkeit und Abhängigkeit, jeglicher Kampf, sei es aktiv oder passiv, all das kann ersetzt werden durch Vertrauen in die Kraft und die Sinnhaftigkeit des Polaren, den Magnetismus, der anzieht, statt abstößt, das Vertrauen, das für jeden einzelnen gesorgt ist, der bewusst hinschaut und seine Schatten erkennt und sie als Teil des Ganzen annehmen und integrieren kann. Schuld erlöst sich nur durch Vergebung im eigenen Inneren und der Hingabe an den Sinn des Ganzen.

Seid bereit, es zu vollziehen, seid bereit, Euer Versprechen einzulösen, das Ihr einst gegeben habt, bevor Ihr erneut eingetaucht seid ins Polare. Es ist soweit! Die Zeit erlöst sich in sich selbst. Leistet keinen Widerstand, seid einfach bereit. Männer und Frauen im Einklang mit dem Göttlichen! So sei es!

MM

© Petra Möller

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2 Kommentare

  1. Gabriele Hillmann

    Liebe Petra, danke, für diesen wundervollen Text! Ja, lasst uns aufstehen, uns einander ansehen und in tiefer Achtung, voller Respekt und Liebe mit-ein-ander(s)sein! Erst wenn in allen Herzen Frieden ist, kann es wahren Frieden auf der Erde geben!

    • Dankeschön! Ja, so soll es sein, dafür sind wir hier.

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