einfachpetra

Gedichte, Geschichten, Lustiges und Tiefsinniges, eben einfach Petra :-)

Auch Dein Dämon tut Liebe brauchen :-)

Dämon

Ja, auch Dämonen möchten geliebt werden, die Inneren wie die Äußeren, denn sie sind unsere eigenen Schöpfungen, die wir irgendwann loswerden wollten wie unbequeme Kinder, weil wir unbewusst waren und die Kontrolle verloren haben.

Die Dämonen randalieren nun, um uns mit allen Mitteln darauf aufmerksam zu machen, dass wir sie entweder selbst erschaffen oder zumindest angezogen haben, durch ein entsprechendes Resonanzfeld, wie Angst, Wut oder gar Hass. Sie lassen uns frieren, sie machen uns schlechte Gefühle, nur damit wir hinschauen.

Sie zeigen uns auch, dass JEDES Urteil über andere unsere eigene Heilung verhindert.

Wenn wir sie jedoch ehrlich und liebevoll annehmen, sie erkennen und ihnen einen sicheren Platz in unserem Herzen anbieten, dann können sie sich verwandeln und erlösen. Dann müssen sie nicht mehr böse sein und wenn wir ganz still werden, können wir sie leise vor Erleichterung seufzen hören, bevor sie sich auflösen. In einem Resonanzfeld aus Liebe kann kein Dämon existieren. ( Ähnlich ist das auch mit den Monstern unterm Bett… aber das ist eine andere Geschichte. )

Das heißt nicht, dass es leicht ist, wer kann schon immer Liebe sein. Aber jede Reflektion unserer selbst ist ein Schritt in die Heilung.

©Petra Möller (Bild und Text)

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Kleine, feine Lesung in Schwerin

Wie magisch ist es …

Wie magisch es doch ist, wenn zwei Menschen eine gemeinsame Vision teilen, wenn die eigenen Bedürfnisse nicht in müder Bedürftigkeit enden, sondern ein hellwacher Beginn sind. Der Beginn eines gemeinsamen Dienens für etwas Größeres, anstatt lediglich das eigene Ego zu füttern.  Wie magisch ist es, sich zu ergänzen, aber nicht als zwei Hälften, sondern als zwei vollständige und ganze Wesen, die ihren Dienst dem großen Ganzen widmen. Wobei jeder auf seine Weise einen Kreislauf nährt, der sich verbindend,

die Vision in Realität verwandeln kann.

© Petra Möller

Wiedersehen

Bilder zieh‘n aus fernen Zeiten, sich weit verwebend  durch mein Herz.

Was einmal war, wird kurz zum Jetzt, vereint im einzigen Moment, wie eine leise Melodie. Und doch erscheint es mir so nah, ist es so wärmend und vertraut. Wie endlich hier und endlos in der Ferne. Alles lebt, bewegt sich, und es tanzt vorbei an Augen, die tief schauen, die sehen dürfen so real. Auch wenn es heute alles neu ist, so ist es auch so alt, so warm.

Danke für das tiefe Sehen, danke für die schöne Zeit, warmes Herz, vertraute Seele, danke für das Sein in Zeit und Raum. Danke für das neue Heute, das so anders ist und frei. Frei unsere Seelen, tief gereift, gleich wertig und im Gleichgewicht. Neu verwebt sind jetzt die Fäden, die uns im Jetzt so sanft verbinden um uns von Altem zu befreien.

Sichtbar wird die Ewigkeit, Wahrheit zeigt sich wie ein Baum, tief verwurzelt in der Erde, immer strebend nach dem Licht, gleichsam so wie du und ich.

© Petra Möller

Wenn der Schock das Herz nicht mehr verschließen kann….

In letzter Zeit hatte ich das Gefühl, nicht mehr schreiben zu können, nun kann ich es wieder. Weil ein Ereignis, das wie ein Blitz vom Himmel kam, mich innehalten ließ. Ich hörte innerhalb von Sekunden auf, mich selbst zu überholen. Entschleunigung. Zeitlupe im Körper und im Geist. Es war nur ein Satz von einem freundlichen Arzt, der einen heilsamen Schock auslöste. Etwas steckt wohl in meinem Körper, das da nicht hingehört. Es kann alles sein. Auch ein Tumor. Mein tiefstes Inneres fühlt, dass es keiner ist und dennoch reagiert mein Körper. Die Knie zittern, ich friere und klappere mit den Zähnen. Tränen drängen sich ihre Bahn. Die gesamte Oberfläche kräuselt sich, wie ein See bei plötzlich starkem Wind. Die Wellen peitschen ans Ufer, fließen wieder zurück, ziehen Steine und Sand mit sich in den See. Fremdkörper, die sich als Erfahrungen anderer Menschen in meine Gedanken drängen.

Ich sehe meine Freundin, die an Brustkrebs erkrankt ist, ich sehe ihre Angst, aber auch ihre Tapferkeit, ihren unglaublichen Mut und Enthusiasmus, ihren Willen zu leben. Ich sehe genauso die Menschen, die ich im Hospiz auf ihrem letzten Weg begleitet habe. Auch sie sind Helden für mich. Helden, scheinbar ohne Happy End. So meinen es zumindest die „normalen“ Menschen. In meinen Augen gibt es immer ein Happy End. Auch der Tod kann ein wundervolles Happy End sein für eine Neugeburt in die anderen Welten, jenseits unserer engen Vorstellungen.

Während also mein Körper ausrastet und mein Verstand Bilder anderer Menschen projiziert, passiert in meinem Innersten, in der Tiefe, etwas Seltsames. Es wird immer stiller dort, zufriedener. Da lebt ein Buddha, der mir lächelnd sagt: Alles was ist, ist genauso in Ordnung. Mein Verstand, ungläubig wie es nun einmal seiner Art entspricht, will das nicht hören, er will Ergebnisse, Voraussagen, Sicherheiten. Aber der Buddha hat keinerlei Lust darauf, er wird noch stiller, noch friedlicher und irgendwann beruhigt sich durch seine Stille auch die Oberfläche meines Seins. Ich bleibe handlungsfähig, arbeite sogar und ich habe tatsächlich wieder Hunger. Dankbarkeit überflutet mich. Selbst wenn es ein Tumor ist, ich habe gelebt. Nur ein paar Jahre sind es in Wirklichkeit, aber diese Jahre zählen mehr, viel mehr, als die lange Zeit der Unbewusstheit. Und ich fühle mich tatsächlich geliebt, auch erst seit sehr kurzer Zeit, aber dafür umso intensiver. Diese Dankbarkeit nimmt mir für den Moment jeden Schrecken, jede Angst.

Natürlich weiß ich nicht, ob sie wiederkommt, die Angst ist tückisch. Vielleicht erscheint sie dann, wenn ich zu der abklärenden Untersuchung gehe, vielleicht auch erst, wenn eine Woche später der Befund da ist. Im Moment ist sie jedoch weg und ich fühle mich geborgen wie in einem Nest. Meine Seele ist nun mein Heimathafen, der Verstand ist lediglich ein kleines Boot, das hilflos umhertreibt und verunsichert schweigt. In meinem Herzen fließt Liebe hinaus und hinein, in einem ausgeglichenen Strom. Tränen fließen auch, aber es sind Tränen der Berührung, weil ich meine Seele so stark spüre wie nie zuvor, weil ich nun in der Tiefe fühle, wie sehr sie mein wahres Zuhause ist. Ich fühle mich angekommen. In meiner Seele und auch in meinem Herzen, in dem eine Liebe wächst, die Raum und Zeit überwindet und gleichermaßen ihren Anker auf der Erde geworfen hat.

Mitten in der Vergänglichkeit ist plötzlich so viel Licht. Ich habe lange gebraucht, auch alleine glücklich zu sein. Und als ich mich damit zufrieden gab, nichts mehr wollte, da kam die Liebe auch von außen. So unmittelbar, in so einer Reinheit, wie ich es nie zu glauben gewagt habe in der Vergangenheit. Diese Liebe gibt mir nun noch viel mehr Kraft und Mut, mich dem alten Dämon, der nun auftaucht zu stellen, diesem Dämon aus Zeiten der Nichtliebe, den ich selbst erschuf, in Ablehnung und Selbsthass. Die Liebe hat ihn mit ihrem hellen Licht sichtbar gemacht und ich werde ihn in den Arm nehmen, um Vergebung bitten und ihn annehmen, so wie er ist. Ich nehme ihn ernst, schaue tief nach Innen, um ihn zu verstehen und Heilung zu erwirken. Ich möchte leben, endlich leben und alle meine Dämonen wie einst ungeliebte Kinder in die Arme schließen, sie die Liebe spüren lassen, die ich nun freizügig und unbegrenzt geben kann. Weil mein Herz sich nicht mehr verschließen wird, egal was kommt. Geben und empfangen in einem ausgeglichenen Strom, so wie ein ewiger Kreislauf. Und dieser Kreislauf wird nichts mehr ausschließen.

Natürlich bitte ich von Herzen darum, dass es kein Tumor, sondern etwas Harmloses ist. Ich verspreche wach zu bleiben, auch wenn alles gut wird. Nie wieder einschlafen ins Unbewusste! Ich bin bereit, mich meiner Verantwortung zu stellen, ich möchte mein Bewusstsein noch weiter ausdehnen, ich möchte noch so viel geben in dieser Welt. Ich weiß nicht, ob es eine Prüfung oder tatsächlich eine Manifestation ist, es gibt keine Sicherheit. Dennoch wähle ich Vertrauen und Liebe, da ich nicht wissen kann, in welcher Tiefe der Sinn noch verborgen bleibt. Ich lerne zu warten, mich immer wieder auszurichten und mutig zu sein. Irgendwann sagt mein Herz leise das, was ich in dem Buch „Die drei Lichter der kleinen Veronika“ so liebe: „Mitternacht ist vorbei und es ist Morgen geworden“.

Lesung am 9.9.2017 in der Yoga Oase in Zapel :-)

Ein gebrochenes Herz ist ein offenes Herz

In seinem tiefen Schmerz besitzt es eine ganz besondere Schönheit. Denn das Herz ist in dem Moment gebrochen, als es seine eigenen Illusionen erkennen durfte, es hat die Wahrheit in sich hinein gelassen und mutig den Schmerz der Enttäuschung gefühlt. Aber vor allem hat es sich geöffnet.

Nun ist es verwundet und ganz besonders verletzlich, dennoch fühlt es so viel intensiver als je zuvor und es spürt den Drang nach Heilung, um wieder glücklich zu sein, wenn die Zeit reif ist.

Ist das Herz weise, dann verschließt es sich trotz des Schmerzes nicht erneut, es nimmt in aller Offenheit den Prozess der Heilung an. Es zeigt sich mit seinen Verletzungen und Narben. Es weiß um seine Schönheit, gibt sich selbst Liebe, Fürsorge und Trost. Deshalb erwartet es dies nicht mehr außerhalb von sich.

Ein gebrochenes Herz ist ein offenes Herz. Offen für die wahrhaftige Liebe, deren Fluss es geduldig heilt und sanft daran hindert, sich jemals wieder zu verschließen. Ein offenes Herz besitzt die Fähigkeit, alles in Liebe anzunehmen, auch den Schmerz. Es liebt bedingungslos, weil es nun die Wahrheit kennt.

© Petra Möller 2014

Vom Sinn

„Nun ist es also soweit“, seufzte traurig der kleine Stern. „Mein letzter Lichtstrahl fliegt in Richtung Erde und dann werde ich für ewig verlöschen.“ Sehnlichst wünschte er sich, dass sein Leben und besonders sein Licht noch einmal Segen bringen möge, dass sein Dasein nur noch ein einziges Mal Sinn ergeben würde.

Und Gott erhörte den Wunsch des kleinen Sterns.

Zweitausend Jahre später träumte auf der Erde eine kleine unscheinbare Knospe, die fernab vom Sonnenlicht ihre Hoffnung aufs Erblühen aufgegeben hatte, von einem sterbenden Stern, der ebenso traurig wie sie über den Sinn seines Daseins nachdachte. Sie sah in ihrem Traum, wie seine Sehnsucht sich tief mit ihrer eigenen verwob und spürte in diesem Moment eine Liebe, die nicht von dieser Welt zu sein schien. Verzaubert öffnete sie vorsichtig ihre Blütenblätter um immer mehr das Sternenlicht in ihr Innerstes zu lassen, so lange bis sie ganz offen und erfüllt vom Licht, direkt in den Himmel sah. Und dort oben erblickte sie in einer unermesslichen Weite, unzählige leuchtende Sterne. Diese schauten verwundert auf die Erde, denn noch nie hatten sie so etwas dort gesehen. Sie raunten sich zu: „Schaut nur, da ist ja einer von uns. Er leuchtet auf der Erde weiter. Was für ein Wunder, das ist Magie!“
Gott aber lächelte zufrieden: „Licht überwindet Zeit und Raum, manchmal genügt ein kleiner Traum, nur um zwei Wesen, die sich finden, mit Sinn und Liebe zu verbinden.“

© Petra Möller

Die Zeit kehrt wieder

So lange schon und so vertraut,
klingt es in meinem Herzen nach,
ein Flüstern nur und doch so laut,
Sein Wort, es hält mich wach.
Ihr Lied, erfüllt in jedem Ton,
erschüttert mich in jedem Leben,
die Liebe ist der höchste Lohn,
wenn all die Leben sich verweben.

Die Zeit kehrt wieder,
gleichermaßen bleibt sie stehen,
und so vertraute alte Lieder,
erklingen um dann zu verwehen.
Ich kann mit meinen neuen Augen
ganz tief in deine Seele sehen,
alles was war so tief verstehen.
Die Zeit kehrt wieder.

Bittersüß schmecken die Tränen,
die wir vergossen in der Zeit,
denn wie verzweifelt war das Sehnen,
wie unermesslich groß das Leid.
Der Glaube gab uns neuen Mut,
durch alle unsere Leben,
die Liebe ist das höchste Gut,
wenn all die Leben sich verweben.

Die Zeit kehrt wieder,
gleichermaßen bleibt sie stehen,
und so vertraute alte Lieder,
erklingen um dann zu verwehen.
Ich kann mit meinen neuen Augen
ganz tief in deine Seele sehen,
alles was war so tief verstehen.
Die Zeit kehrt wieder.

© Petra Möller

In großer Dankbarkeit für Kathleen Mc Gowan und ihre Bücher. Danke für die Wahrheit!

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