einfachpetra

Gedichte, Geschichten, Lustiges und Tiefsinniges, eben einfach Petra :-)

Wie weit gehst Du, wenn Du schaukeln willst?

„Mir reicht es, ich geh schaukeln!“ 

Mit diesem Spruch versehen gibt es einige niedliche Bildchen und Karten. Ich mag sie, denn es hat etwas von Selbstbestimmung und Freiheit. Aber wie alles in unserer Dualität hat es auch eine andere Seite: Ich bin bockig, alle können mich mal. Ich gehe nicht deshalb schaukeln, weil ich unbändige Lust darauf habe, sondern weil ich einfach nur die Schnauze voll habe und eingeschnappt bin. Ich stelle mir nun die Frage: „Möchte ich aggressiv und „angepisst“ schaukeln, weil ich gerade alles und jeden blöd finde? Ok, es ist wahrscheinlich immer noch besser, als jemanden mit der Bratpfanne zu erschlagen …

Ich möchte aber lieber bewusst schaukeln und ich möchte, dass es schön ist. Ich möchte dabei auch das Gefühl haben, frei zu sein, zu fliegen. Ich mag es die Luft zu spüren, tief zu atmen und zu erleben, wie die Welt scheinbar an mir vorbei fliegt. Ich möchte auch nach oben in den Himmel schauen und das Schwindelgefühl genießen. Oben und Unten, alles ist gleich schwingend. Ich schwinge mit allem mit. Mein Kopf wird vom Müll freigepustet und hat Platz für neue kreative Ideen.

In meiner Kindheit gab es nur einen Ort, den ich noch lieber mochte als die Schaukel. Auf dem Spielplatz des Schulhortes stand er, der Fliegenpilz, mein geliebtes Klettergerüst, mein überdachter Leuchtturm. Ganz oben saß ich am liebsten und schaute den anderen Kindern beim Spielen zu. Ich war glücklich, ich lachte und fand es ungemein spannend, alles von oben zu beobachten, denn ich sah auch damals schon die unsichtbaren Fäden zwischen den Kindern. Irgendwann bemerkte mich dort oben leider eine Erzieherin und meinte, dass es so aber nicht richtig sei und auch nicht normal. Ich solle gefälligst mitspielen, mich integrieren. Das saß tief. Ich fügte mich mit gesenktem Kopf und spielte mit. „Herr Fischer wie tief ist das Wasser“ und andere Sachen. Es machte mir keinen Spaß, ich fühlte mich bedrängt, fremd und sehnte mich nach meinem Fliegenpilz, dem Ort wo ich doch immer so glücklich war. In dieser Zeit setzte ich die erste Maske auf, weil ich normal sein wollte. Ich spielte von nun an lustlos jedes Spiel mit, war mittendrin ohne dazu zu gehören, gewöhnte mich an diese Gefühle und vergaß für lange Zeit den Fliegenpilz.

Solche Geschichten kennt sicher jeder von uns. Wir haben im Laufe des Lebens immer mehr vergessen, was wir wirklich lieben, was uns glücklich macht, wann wir uns frei fühlen. Wir haben jede Menge Ausreden erfunden, nur um uns nicht einzugestehen, dass wir  längst angepasste Sklaven waren und immer noch sind. Sklaven von Glaubensmustern, Konzepten und einer krankmachenden, unnatürlichen Lebensweise. Aber auch wir selbst haben diese Welt erst krank gemacht, indem wir unsere echten Gefühle ignorierten und mitgespielt haben, nur um dazu zu gehören.

Und jetzt in dieser verrückten Zeit, wird uns genau DAS so krass gespiegelt, dass es richtig schmerzt. Es ist schwer geworden Wahrheit und Lüge zu unterscheiden, es ist auch hart, sich selbst zu erkennen, und doch gibt es keinen anderen Weg als den, der zu uns selbst zurückführt. Die Masken und alle Reglementierungen dürfen in dem Moment fallen, wenn ein großer Teil der Menschen, die gigantische Bedeutung hinter der aufgezwungenen Willkür erkennt. Die Masken sind schließlich nicht die Ursache, sondern lediglich die Wirkung auf unser Sklavenverhalten. Der Virus sind wir selbst. Impfungen festigen die Versklavung nur noch mehr. Es ist der klägliche Versuch, uns zu retten, indem wir uns mit noch mehr Gift selbst ausrotten.

Doch wenn etwas einmal in der Tiefe erkannt wurde, dann darf es in Dankbarkeit für den Lernprozess gehen. Die Masken fallen nicht dadurch, indem man sich daran gewöhnt sie zu tragen, aber auch dann nicht, wenn man sie ignoriert oder so tut, als gäbe es das alles gar nicht. Die Masken sind lediglich das Resultat unseres einzelnen und kollektiven Verhaltens und das sollte erst einmal anerkannt werden. Es bringt auch gar nichts, das Außen dafür zu beschuldigen. Denn die Menschen, die all das beschließen, sie wurden von der Masse gewählt. Und nur die Masse kann sie auch wieder abwählen und selbst Verantwortung übernehmen. Das Ganze ist ein kollektiver Spiegel, nicht mehr und nicht weniger. Verwirrung auf allen Ebenen. Oben ist unten, Unten ist oben. Die Lösung wäre reflektiertes, mutiges und vor allem gemeinschaftliches Handeln.

Wenn ich in dieser Zeit durch unsere Welt gehe, bin ich auch verwirrt, mir ist unwohl, schwindelig, alles erscheint irgendwie gesichtslos müde. Erobere ich mir aber für einige Momente meinen Platz auf dem Fliegenpilz zurück, kann ich von dort aus beobachten, ganz in Ruhe, unbeteiligt, aber hellwach. Ich erkenne durch das Beobachten der anderen Menschen meinen eigenen schmalen Grat über den ich gerade täglich gehe. An manchen Tagen voller Mitgefühl, tief verbunden im Vertrauen mit mir und allem und auch mit denen, die gerade leiden. Am nächsten Tag wieder wütend über die Maske beim Einkaufen, durch die ich keine Luft kriege und dem Gefühl von Hilflosigkeit. Diese Schwankungen vom Fliegenpilz aus zu beobachten tut gut. Zeit dafür zu haben auch. Aber irgendwann ist es genug und ich wechsele lieber auf die Schaukel, denn auch im reinen Beobachten kann man sich verlieren, wenn es zu lange dauert.

Hier auf der Schaukel ist frischer Wind, ich fliege auf und ab und freue mich, denn der Kopf wird mit jedem Schwung freier und leichter. Die Ohnmacht verwandelt sich in Kreativität. Ich vertraue mir und meinen Schwingungen. Es darf alles sein. Nichts ist falsch, solange es echt ist. Alles kann verwandelt werden in Kreativität, sogar die Ohnmacht, wenn man sie mitfühlend annimmt. Ich sitze auf meiner Schaukel, also BIN ich.

Doch inwieweit vertraue ich diesem Prozess wirklich? Im Moment sitze ich sicher, die Seile sind stabil und auch der Ast, an der die Schaukel hängt, er hält. Aber was ist, wenn ein Seil reist oder der Ast bricht, obwohl ich doch vertraue und angstfrei schaukele? Was, wenn ein Sturm kommt und den ganzen Baum entwurzelt? Was, wenn ich mich verletze? Kriege ich dann Angst und vor allem: Vertraue ich dann immer noch? In sicheren Zeiten ist es leicht, dem Leben und dem Göttlichen zu vertrauen. Von der Komfortzone aus. Spannend wird es erst, wenn man im hohen Bogen von der Schaukel fliegt, ohne Sicherheit, vogelfrei. Wenn ich dann immer noch tief vertraue, wunderbar. Zack, erleuchtet! Nun ja, Vertrauen ist definitiv nichts für Weicheier, das steht fest.

Die sichtbaren Masken können also nur dann fallen, wenn jeder einzelne seine eigenen unsichtbaren Masken reflektiert und ablegt. Auch die spirituellen Masken, denn die sind besonders gut getarnt und schwer zu erkennen. Das wäre der erste Schritt. Der zweite Schritt ist der, nicht nur Gott und allen Lichtgestalten, sondern auch uns Menschen wieder gegenseitig zu vertrauen, denn nur gemeinsam können wir uns von den kollektiven Masken befreien. Trauen wir uns denn überhaupt noch gemeinsam zu schaukeln, um kreative Ideen und Lösungen zu finden? Hoch schaukeln ohne Ego, Feindbild, Drama und Schuldzuweisungen? Können wir das Ungleichgewicht zwischen uns überhaupt wieder ins Gleichgewicht schaukeln? Haben wir den Mut dazu andere Meinungen zu ertragen und hält unser mühsam aufgebautes Vertrauen auch Stürme und echte Entbehrungen aus? Und das Wichtigste: Haben wir genug Mitgefühl für alle, ohne uns selbst zu vergessen?  Ich weiß es nicht.

„An den Taten werdet Ihr sie erkennen.“ Für mich eine großartige Wahrheit und das eindeutig sichtbare Ergebnis der inneren Arbeit.

Es ist auch hilfreich, Visionen zu haben von der Welt, die nach all dem kommt, es ist gut, darüber zu meditieren, es zu visualisieren. Dennoch wird die Welt von morgen, in welcher Dimension auch immer, ein Resultat sein von dem, was wir jetzt tun. Das Jetzt ist die Voraussetzung für die neue Welt von morgen. Zumindest, solange wir noch in der linearen Zeit hin und herschaukeln. Wollen wir weiter in unserer Komfortzone abwarten oder lieber kräftig schaukeln, um dann so weit wie möglich ins Leben zu springen und die kreativen Ideen umzusetzen?

Wie weit gehst Du, wenn Du schaukeln willst? Treffen wir uns dort an der Schaukel? Ich freue mich, Dich zu sehen und zu erkennen.

© Bild und Text Petra Möller

Der Raum der Wirklichkeit

Der Raum der Wirklichkeit

Tief in deinem Herzen ist ein Raum. Wenn Du ihn betrittst mit deinem bewussten Sein, so wirst du dich erinnern. Erinnern an deine Heimat außerhalb der Dualität. Über diesen Raum bist du verbunden mit der Wirklichkeit. Schöpfe Kraft dort, ruhe aus in deinem Raum. Nimm auch wahr, wie sehr die duale Welt dort verblasst und du dich mehr und mehr erinnerst. In diesem Raum, mit der Verbindung zur Wirklichkeit, überstehst du jeden dualen Sturm, denn hier werden deine Zweifel, dein Unglück, ganz klein und unbedeutend. Der Raum der Wirklichkeit, er schenkt dir keine Hoffnung, sondern GEWISSHEIT.  Dass  dein Vertrauen real ist, weil dein tiefes Wissen sich nun zeigt. Der Raum der Wirklichkeit ist wie eine Raumkapsel, die dich nach Hause bringt, wenn deine Zeit gekommen ist. Doch jetzt lasse diesen Raum deine Oase sein, wo deine ruhende Präsenz geschützt ist vor Sturm und dualer Illusion. Hier lausche der Wirklichkeit, hier empfange tiefe Signale. Von hier aus erfülle deine Bestimmung. Lass diesen Herzensraum deine Zentrale werden, dein Zentrum, aus dem heraus du agierst. Zum Wohle aller Wesen.

© Bild und Text:  Petra Möller

Der innere Richter

Ich möchte Euch gerne (m)eine Geschichte erzählen.

Als ich ein Kind war, bettelte ich Oma und Opa immer wieder an: „Erzählt mir von früher, vom Krieg.“ Und das taten sie, jeder auf seine Weise. Oma von der Flucht, Opa von seiner Zeit in der russischen Gefangenschaft in Sibirien. Aber beide sprachen nie von der Zeit kurz vor dem Krieg, wenn ich sie fragte. Da waren Scham und viel Angst vor Urteil. Denn hinter diesen Fragen verbarg sich meine eigentliche Frage: „Wie konnte es soweit kommen?“ Ich liebte meine Großeltern von Herzen, es lag mir in meinem ‚Kindsein‘ fern sie zu verurteilen oder zu verletzen, daher fragte ich nicht mehr, obwohl ich neugierig war.

Als rebellischer Teenie stritt ich einmal fürchterlich mit meinem Vater. Er kam von einer Parteiversammlung der SED, schimpfte wie so oft über den „Saftladen“ und das er den roten Idioten am liebsten das Parteibuch vor die Füße knallen würde. Ich reagierte extrem genervt, wollte ihn provozieren. Ich fand ihn in dem Moment peinlich und feige. „Warum trittst du nicht ehrlich aus dem „Saftladen“ aus, anstatt immer nur zu meckern über die verlogene Gesellschaft?“ Mein Vater reagierte ernst und plötzlich ganz still auf meinen Vorwurf. Er antwortete: „Damit DU keinen Ärger in der Schule bekommst, damit DU eine vernünftige Lehrstelle bekommst und nicht im Konsum oder im Kabelwerk landest.“ Auf diese Argumente reagierte ich damals mit Trotz und Verachtung, auf ihn und diese ganze „verlogene Gesellschaft“.

Einige Zeit später, im Jahr 1989, ich habe ein sechs Monate altes Kind und lebe nach der Trennung vom leiblichen Vater wieder in der kleinen Wohnung meiner Mutter, in der Hoffnung bald eine eigene Wohnung zu bekommen. Mein Vater lebt nicht mehr zu dieser Zeit. Die Nachrichten überschlagen sich, viele Menschen flüchten über Ungarn in die BRD, oft auch sehr dramatisch und gefährlich mit ihren kleinen Kindern. Viele Menschen regen sich darüber auf. Die spinnen doch, wir haben es doch gut hier, keiner muss verhungern… Die werden schon sehen, was sie „drüben“ erwartet. Undankbares Pack! Da ist auch nicht alles Gold was glänzt. Ich bin verwirrt und habe Angst. Bleibe ich hier womöglich alleine übrig in diesem komischen Land? Was ist das Beste für mein Kind? Ich weiß es einfach nicht. Die Montagsdemos beginnen. Ich fühle, es ist richtig, was diese Menschen wagen, die mutig auf die Straße gehen, denn so geht es nicht weiter. Mein damals aktuelles Umfeld verurteilt auch die Demonstranten. Doch ich bewundere still diese Rebellen, irgendwann möchte ich auch mitgehen, denn ich sehe immer mehr Menschen, die sich anschließen. Aber ich habe Angst, Angst die auch meine Mutter sehr intensiv bestätigt. Was passiert, wenn die Stasi mich verhaftet? Vielleicht nehmen sie mir mein Kind weg. Zwangsadoption, darüber weiß man ja einiges. Schlimme Bilder im Kopf. So bleibe ich zu Hause und erlebe die Wende vor dem Fernseher. Als ängstliche, unsichere, junge Mutter, keine Heldin der friedlichen Revolution! Ich schäme mich, wie so oft in meinem Leben. Ich schäme mich für meine Feigheit und auch dafür, meinen Vater so verurteilt zu haben und kann ihm das nicht einmal mehr sagen, denn er ist tot.

Ich erinnere mich in den folgenden Jahren immer wieder an Details, die mein Vater erzählte aus seiner Kindheit in der Hitlerjugend. Von Härte, Demütigungen und Zwang. Im Rückblick wurde mir klar, dass ich genau das auch erlebt hatte in der Pionierorganisation, in der FDJ und sogar im Sportunterricht. Wenn man mitten drin steckt, erscheinen die ungerechtesten Dinge wie normal, oder? Man kennt es ja nicht anders. So also werden Menschenmassen manipuliert, dämmerte es mir langsam. Was wurde in der DDR für eine Propaganda betrieben, die Nazis beschimpft, der böse, faulende parasitäre Imperialismus verurteilt. Und doch wurde so viel aus dieser Zeit übernommen zur Manipulation, nur unter einem anderen Deckmantel und natürlich für den Frieden! Und die DDR hielt sich bekanntlich sehr lange auf diese Weise.

Viele Jahre später, meine Tochter ist längst ein Teenie, wir sprechen über meine Kindheit und Jugend in der DDR. Für sie ist es unverständlich, dass ich das alles mitgemacht habe, ohne mich zu wehren und ich spüre hautnah ihre Verachtung und gleichzeitig meine eigene Ohnmacht. Ich erinnere mich gut an die Situation mit meinem Vater in diesem Moment und nehme es meiner Tochter daher in keiner Weise übel. Aber es tut weh in diesem Moment, sehr weh!

Was ich mit dieser Geschichte sagen möchte: Es ist immer die Angst, die uns gefangen hält in Systemen. Und damit meine ich nicht nur staatliche, sondern zum Beispiel auch Familiensysteme. Angst gibt die eigene Verantwortung ab. Wir wollen regiert werden und trotzdem frei sein und unser Ding machen. Wie soll das gehen? Es ist ebenso die Angst, die uns urteilen und verurteilen lässt, es ist Angst, wenn wir arrogant glauben, es besser zu wissen. Es ist Angst, wenn wir andere beleidigen und abwerten.

Und nun sind wir wieder an einem Punkt, an dem sich die Geschichte der Menschheit wandeln wird, das ist gut so. Was ist jetzt also zu tun? Wollen wir wahrhaftig Frieden oder bleiben wir um des „lieben Frieden willens“ in einem Gefängnis der Angst? Wollen wir weiter Menschen beschimpfen, die anders denken, um uns dadurch mächtiger in unserer eigentlichen Ohnmacht zu fühlen? Um im Außen etwas bewirken zu können, braucht es erst einmal einen tiefen Wandel in uns selbst, die Transformation unserer Angst. Denn Angst ist kein guter Ratgeber. Die Wahrheit kann niemals erkannt werden, solange wir in Angst schwingen. Übrigens ist auch Wut lediglich Angst. Bevor wir also einen anderen Menschen in eine Schublade einsortieren mit all diesen lächerlichen aktuellen Namen, sollten wir ihm in die Augen sehen, somit in seine Seele schauen und erkennen, dass dort weder ein „verschwörungstheoretischer esoterischer Nazi“ noch ein „Schlafschaf“ in diesem Körper wohnt, sondern ein MENSCH. Mit all seinen Ängsten, aber auch mit seiner Liebe. Wir sind so verwundbar in dieser Angst, besonders wenn man Kinder oder Enkel hat. Solange die Angst regiert, können wir nicht mit Liebe denken, sprechen und auch nicht handeln.

Daher ist es jetzt so wichtig, die eigenen Ängste gründlich und kompromisslos zu beleuchten, sie zu verwandeln und immer wieder mit dem Herzen zu sehen, zu fühlen. Die Angst anzunehmen, sie nicht zu verdrängen und sie dann liebevoll mit der Kraft des Herzens erlösen. Dann können wir unsere Wahrheit sehen und ihr eine Stimme geben. Dann fühlen wir uns nicht mehr so angegriffen, wenn andere uns beschimpfen, denn dann sind wir im Mitgefühl mit diesen Menschen, auch wenn sie vielleicht wütend den Kontakt abbrechen, so wie es gerade häufig geschieht. Aber dann müssen wir uns nicht über sie erheben, um uns besser zu fühlen, weil wir die Angst ja selber so gut kennen. Und wir können unsere Energie lieber dafür verwenden, eine neue friedliche Welt zu erschaffen, anstatt uns zu verteidigen und zu streiten, wie sture Ziegenböcke auf einer schmalen Brücke.

Jeder erschafft seine Welt auf seine Weise. Laut oder leise. Wenn es bewusst geschieht, wird etwas Schönes erblühen. Denn erst dann kann Eigenverantwortung aus der Ohnmacht herauswachsen. Dann kann auch die eigene Wahrheit sich von innen nach außen bewegen, eine Stimme bekommen und sichtbar werden ohne Angst. Dann brauchen wir auch keinen Messias im Außen, der uns rettet, dann erkennen wir den Messias in unserem eigenen Herzen und aktivieren ihn.

Und dann können gefahrlos und voller Freude die Masken fallen. Was wir selbst einzeln und auch als Kollektiv durch Angst erschaffen haben, können wir auch nur selbst wieder heilen. Solange die Angst regiert, ist Freiheit unmöglich. Wenn die Angst gewandelt ist, wird Freiheit ein Gefühl, das unabhängig vom Außen existiert. Und dann wandelt sich eines Tages auch das Außen, denn es macht das Innere sichtbar.

Bald nun erblickt mein Kinderbuch das Licht der Welt, es handelt von einer kleinen Maus mit einem großen Herzen. Davon, was Liebe bewirken kann. Das ist mein Beitrag, mein kleiner Tropfen Liebe. Viele kleine Tropfen können einen Ozean erschaffen.

 

Im Trost des roten Himmels

Im Trost des roten Himmels,

im Blau die Seele ruht,

nach außen drückt die Maske,

aus Schlaf, Unbewusstheit und Wut.

Doch bricht sie auf, so fließt und strömt,

die Seele voller Kraft und Mut,

in alles was noch schläft und träumt.

WACH sein, WAHR sein, KLAR sein,

das ist und bleibt das letzte Ziel

 … im dualen Spiel.

 

 

© Bild und Text Petra Möller

Seit ich mich traue ein Kind zu sein

Seit ich mich traue, ein Kind zu sein, ist Leben nicht mehr schwer. Manchmal ist es traurig, ja, aber keinesfalls schwer. Die Schwere zeigt sich nur dann, wenn Gefühle nicht gelebt und gezeigt werden. Ich denke oft mit Tränen der Dankbarkeit und Liebe an meine Omi zurück, bei der ich immer Kind sein durfte, ungebremst, unverbessert, grundlos geliebt. Dadurch erinnere ich mich jetzt, wie es geht.

Ich tue spontan Dinge, die der scheinbar erwachsenen Vernunft völlig abgehen. Ich nehme mir nun jede Woche einen Tag frei um alberne Erdmännchen zu malen, ein Instrument zu lernen, für das ich laut Statistik zu alt bin und um mit Herzensschwestern/brüdern im Cafe zu sitzen und Lebendigkeit zu spüren. Wir reden nicht mehr über Sorgen oder alte Drama – Geschichten, sondern über das was uns bewegt und begeistert. Wir tauschen diese Begeisterung aus und befruchten uns damit wie Bienchen die Blümchen.  Wir blühen. An den „Sandschaufelkämpfen“ der scheinbar Erwachsenen im Buddelkasten des Alltags nehme ich einfach nicht mehr teil.

Oft gebe ich Geld aus ohne mich wie früher ängstlich zu kontrollieren oder gar zu rechtfertigen, aber dafür jetzt mit totaler Freude. Für Malkästen, Noten, Kaffee und besonders gerne Geschenke für meine Liebsten. Rein materielle Dinge brauche ich immer weniger, da spare ich ungemein, obwohl ich gar nicht spare.  Seit ich weniger über Geld nachdenke, bleibt es im Fluss.

Ich denke generell nicht mehr so viel und fühle dafür mehr. Wenn andere komplizierte Erklärungen von mir erwarten, habe ich meistens keine Lust und sage gerne fröhlich: „Da fällt mir gerade nix zu ein.“ Oder ich empfehle ein Buch. Der Erklärbär ist in ein Schweigekloster gegangen und meditiert … endlich! Ich lerne täglich von Spatzen, Meisen und sogar Ameisen wichtige Dinge fürs Leben.

Wenn mir etwas keinen Spaß mehr macht, dann nörgele ich gerne erst eine Weile rum aus alter Gewohnheit, aber dann  höre ich damit auf und starte etwas Neues. Ich weiß genau: Wenn mir das, was ich tue keine Freude bereitet, so ist es auch für andere wertlos. Ich veranstalte keinerlei Werbung mehr und dennoch habe ich genug Arbeit. Anstatt mich zu verkaufen bin ich einfach nur da. Alles andere spricht sich auch so herum.

Oft weiß ich vor lauter Freude, Ideen und Neugierde gar nicht, was ich zuerst machen möchte. Jetzt genieße ich das ausgiebig, sogar dann, wenn ich am Ende des Tages gar nichts davon gemacht habe. Das traute ich mich selbst in meiner Kindheit nicht. Dieser Mut kam erst viel später, als ich erkannte, dass nur ich selbst mich begrenzen und verurteilen kann, andere Menschen dienen lediglich als Spiegel.

Seit ich mich wieder traue, ein Kind zu sein, kann ich selbst dem Tod entgegenlächeln, weil meine Lebendigkeit sowieso unsterblich ist. Sie lebt in allem was uns umgibt weiter, sichtbar und unsichtbar.

© Petra Möller

Vergissmeinnicht – Ein Buchprojekt

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Ihr Lieben!

Hier und heute geht es um etwas ganz Besonderes, um einen Prozess, der ein Jahr dauerte und nun als Buch in die Welt möchte. Diesmal habe ich es nicht selbst „vollgeschrieben“, sondern es warten viele leere Zeilen darauf beschrieben zu werden, umrahmt von den wunderschönen Zeichnungen von Liza Denski, einer jungen Künstlerin, sowie der tollen Grafik und dem Layout meiner Freundin Corina Witte-Pflanz von ooografik.

„Vergissmeinnicht – Ich habe eine Geschenk für dich“ ist ein sehr spezielles Erinnerungsbuch für Menschen, die am Lebensende stehen und es (ausgefüllt) einem geliebten Menschen schenken können. Ein Buch lebendiger Erinnerung und Intimität.

Ich versuche nun, dieses qualitativ sehr hochwertige Buch über ‚Startnext Crowdfunding‘ finanzieren, einer ganz wunderbaren und seriösen Möglichkeit. Ich möchte Euch bitten, diese Mail und den folgenden Link zu teilen und natürlich, wenn möglich, auch zu spenden. Jede kleine Summe hilft, das Ziel zu erreichen. Es ist wirklich unkompliziert. Bei Startnex findet Ihr dann viele Fotos, genaue Erklärungen und ein Video von mir zu dem Buch. Und natürlich auch meine ‚Dankeschön‘- Geschenke an Euch, sofern Ihr spendet und die gesamte Summe am Ende der Zeit erreicht wird. Da ich in dieser Zeitspanne auch Geburtstag habe, wäre es dieses Jahr mein schönstes Geschenk, wenn Ihr spendet und den Link mit der Spendenaktion weit verbreitet, privat oder/ und über soziale Netzwerke, alles ist erlaubt.

Ich bin jetzt ziemlich aufgeregt und freue mich, dieses wunderbare Buch so schnell wie möglich durch den Geburtskanal (Druckerei) rutschen zu lassen und damit in diese Welt zu bringen.

Über den Link kommt Ihr direkt zum Buch. Ich danke Euch von Herzen!!! Eure Petra

https://www.startnext.com/vergissmeinnichterinnerung

Auch Dein Dämon tut Liebe brauchen :-)

Dämon

Ja, auch Dämonen möchten geliebt werden, die Inneren wie die Äußeren, denn sie sind unsere eigenen Schöpfungen, die wir irgendwann loswerden wollten wie unbequeme Kinder, weil wir unbewusst waren und die Kontrolle verloren haben.

Die Dämonen randalieren nun, um uns mit allen Mitteln darauf aufmerksam zu machen, dass wir sie entweder selbst erschaffen oder zumindest angezogen haben, durch ein entsprechendes Resonanzfeld, wie Angst, Wut oder gar Hass. Sie lassen uns frieren, sie machen uns schlechte Gefühle, nur damit wir hinschauen.

Sie zeigen uns auch, dass JEDES Urteil über andere unsere eigene Heilung verhindert.

Wenn wir sie jedoch ehrlich und liebevoll annehmen, sie erkennen und ihnen einen sicheren Platz in unserem Herzen anbieten, dann können sie sich verwandeln und erlösen. Dann müssen sie nicht mehr böse sein und wenn wir ganz still werden, können wir sie leise vor Erleichterung seufzen hören, bevor sie sich auflösen. In einem Resonanzfeld aus Liebe kann kein Dämon existieren. ( Ähnlich ist das auch mit den Monstern unterm Bett… aber das ist eine andere Geschichte. )

Das heißt nicht, dass es leicht ist, wer kann schon immer Liebe sein. Aber jede Reflektion unserer selbst ist ein Schritt in die Heilung.

©Petra Möller (Bild und Text)

Kleine, feine Lesung in Schwerin

Wie magisch ist es …

Wie magisch es doch ist, wenn zwei Menschen eine gemeinsame Vision teilen, wenn die eigenen Bedürfnisse nicht in müder Bedürftigkeit enden, sondern ein hellwacher Beginn sind. Der Beginn eines gemeinsamen Dienens für etwas Größeres, anstatt lediglich das eigene Ego zu füttern.  Wie magisch ist es, sich zu ergänzen, aber nicht als zwei Hälften, sondern als zwei vollständige und ganze Wesen, die ihren Dienst dem großen Ganzen widmen. Wobei jeder auf seine Weise einen Kreislauf nährt, der sich verbindend,

die Vision in Realität verwandeln kann.

© Petra Möller

Wiedersehen

Bilder zieh‘n aus fernen Zeiten, sich weit verwebend  durch mein Herz.

Was einmal war, wird kurz zum Jetzt, vereint im einzigen Moment, wie eine leise Melodie. Und doch erscheint es mir so nah, ist es so wärmend und vertraut. Wie endlich hier und endlos in der Ferne. Alles lebt, bewegt sich, und es tanzt vorbei an Augen, die tief schauen, die sehen dürfen so real. Auch wenn es heute alles neu ist, so ist es auch so alt, so warm.

Danke für das tiefe Sehen, danke für die schöne Zeit, warmes Herz, vertraute Seele, danke für das Sein in Zeit und Raum. Danke für das neue Heute, das so anders ist und frei. Frei unsere Seelen, tief gereift, gleich wertig und im Gleichgewicht. Neu verwebt sind jetzt die Fäden, die uns im Jetzt so sanft verbinden um uns von Altem zu befreien.

Sichtbar wird die Ewigkeit, Wahrheit zeigt sich wie ein Baum, tief verwurzelt in der Erde, immer strebend nach dem Licht, gleichsam so wie du und ich.

© Petra Möller

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